Das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) empfiehlt für jeden Haushalt einen Notvorrat für 10 Tage: 2.200 kcal pro Erwachsenem und Tag, 3 Liter Wasser pro Person und Tag. Diese Seite macht aus der Behörden-Liste etwas Praktisches: eine interaktive Checkliste zum Abhaken – dein Fortschritt wird lokal im Browser gespeichert, nichts wird übertragen (DSGVO: es findet keine Übermittlung statt; wer lieber auf Papier hakt, nutzt das PDF). Mengen gelten pro Person; Familien multiplizieren oder nutzen den Vorratsrechner.
Was das BBK empfiehlt
Die BBK-Referenzwerte pro Person und Tag: 2.200 kcal, 3 L Flüssigkeit, dazu Hygiene, Medikamente und ein funktionierender Informationsweg ohne Strom. 10 Tage klingen viel – in Einkaufslisten aufgeschlüsselt sind es zwei bis drei normale Großeinkäufe. Wer lieber klein startet: der 7-Tage-Komplettpaket-Vergleich.
Die interaktive Checkliste (pro Person, 10 Tage)
💧 Trinken (30 L pro Person)
🍞 Getreide & Beilagen (~7,5 kg pro Person)
🥫 Konserven & Eiweiß (~11 kg pro Person)
🥛 Milch, Fette, Süßes (pro Person)
🧰 Sonstiges & Rückfallebene
Ersatzkosten & Einkaufs-Plan
| Block | Ersatzkosten pro Person | Wiederbeschaffung |
|---|---|---|
| Trinken (30 L) | 15–22 € | Alle 12–24 Monate (MHD) |
| Getreide & Beilagen | 9–13 € | Alle 12–18 Monate |
| Konserven & Eiweiß | 18–26 € | Alle 18–36 Monate |
| Milch/Fette/Süßes | 12–17 € | Alle 9–18 Monate |
| EPA-Notration (Rückfallebene) | 10–15 € | Alle 20 Jahre 🎉 |
| Gesamt pro Person | ≈ 45–70 € | Halbjahres-Check genügt |
Einkaufs-Plan ohne Geldschock: 3 Wochen lang pro Woche ein Block (Trinken → Getreide → Konserven). Nach einem Monat ist der komplette 10-Tage-Vorrat pro Person stehen – bei ca. 20 € pro Woche spürbar im Geldbeutel, aber kein Projekt. Der 7-Tage-Artikel zeigt dieselbe Logik für kürzere Dauer.
Stufe für Stufe: der Einkaufsfahrplan in 4 Wochen
Wer die Liste auf einmal abhaken will, gibt leicht auf. Verteilt auf vier Wochen entsteht derselbe Vorrat ohne spürbaren Budget-Schock:
| Woche | Block | Ca.-Kosten (pro Person) | Erledigt-Check |
|---|---|---|---|
| 1 | Trinken: Wasser, Kanister, Tee/Kaffee, Aufbereitung | 15–22 € | ☐ |
| 2 | Getreide & Beilagen: Nudeln, Reis, Haferflocken, Knäckebrot | 9–13 € | ☐ |
| 3 | Konserven & Eiweiß: Bohnen, Gemüse, Fisch, Tomaten, Obst | 18–26 € | ☐ |
| 4 | Milch/Fette/Süßes + EPA-Notration + Ausrüstung (Öffner, Licht, Radio) | 22–32 € | ☐ |
Nach vier Wochen ist die BBK-Vollstufe komplett – bei ca. 20 € Wochenbudget. Fortgeschrittene kaufen ab Woche 5 die Komfort-Positionen (mehr Fertiggerichte, zweiter Kanister, Kocher-Upgrade) nach Belieben dazu.
Von 7 auf 10 und von 10 auf 14: die Ausbau-Logik
Der 10-Tage-Vorrat ist kein anderer Vorrat, sondern derselbe plus ein Drittel. Deshalb lohnt die Staffelung:
| Stufe | Mehraufwand gegenüber Vorstufe | Kosten pro Person |
|---|---|---|
| 7 Tage (Einstieg) | – | 30–50 € |
| 10 Tage (BBK-Empfehlung)Ziel dieser Liste | +3 Tage = 9 L Wasser, ~6,6 kg Essen | +15–20 € |
| 14 Tage (komfortabel) | +4 Tage = 12 L Wasser, ~8,8 kg Essen | +20–28 € |
Wer Stufe 1 sauber aufgebaut hat, erweitert mit einem einzigen Zusatzeinkauf pro Stufe. Der 7-Tage-Artikel zeigt den Einstieg inklusive Paket-Vergleich, der 14-Tage-Plan im Notvorrats-Guide die Ausbau-Details.
Rotation ohne Bürokratie: das 15-Minuten-System
Die Liste ist nur die halbe Miete – die andere Hälfte ist ein Vorrat, der nie alt wird. Unser System mit zwei Ritualen:
- Alltagstausch (laufend): Vor dem Großeinkauf erst das Vorratsregalchecken: Was ist kurz vorm MHD? Das gehört diese Woche auf den Tisch – Ersatz wandert nach hinten ins Regal. Kein extra Einkauf, kein Kalender.
- Halbjahres-Check (2× im Jahr, 15 Minuten): Kalendereintrag „Vorrats-Check“ an zwei festen Terminen (z. B. Tageslichtumstellung). Alles abhaken auf der PDF-Checkliste: MHD größer 6 Monate? Verbrauchtes ersetzt? Wasser okay? Medikamente angepasst?
Das war der komplette Aufwand. EPA-Notrationen als Rückfallebene (NRG-5 bei Amazon ansehen) entkoppeln dich zusätzlich: 20 Jahre Haltbarkeit heißt, selbst bei ausgefallener Rotation läuft nichts leer.
Typische Fehler bei der BBK-Liste
- Wasser vergessen: Liste abgehakt, Wasser fehlt – der häufigste und teuerste Fehler, weil es nachgekauft werden muss, wenn es drauf ankommt.
- Essen, das niemand isst: Exotische Konserven bleiben liegen. Kauf, was du normal isst – die Rotation erledigt sich dann fast von selbst.
- Kein Dosenöffner: Der elektrische fällt beim Blackout aus. Ein 3-€-Manualöffner pro Vorratskiste.
- Ein einziger Lagerort: Bei Evakuierung nimmst du nur den Rucksack. Deshalb gehört das Notgepäck (PDF-Checkliste) parallel zum Hausvorrat aufgebaut.
Als PDF ausdrucken
Du hakest lieber auf Papier? Die gedruckte Version mit allen Positionen, Ausrüstung und Halbjahres-Check gibt es kostenlos im Download-Center:
📄 Notvorrat-Checkliste als PDF herunterladen
Dort findest du auch die Notgepäck-Checkliste und den ausfüllbaren Familien-Krisenplan (PDF).
Stromausfall-Szenario: dein 10-Tage-Vorrat im Praxistest
Drei Tage Blackout im Winter – so sieht die Realität mit dem fertigen Vorrat aus, und was die Liste leistet:
- Tag 1: Kühlschrank-Inhalte zuerst verzehren (Gefrierfach hält 24–48 h). Wasser und Trockenware aus dem Vorrat ergänzen – die Liste deckt das ab.
- Tag 2–3: Kochen auf dem Campingkocher (nur draußen oder mit offener Tür), Licht von Stirnlampe und LED, Informationen vom Kurbelradio. Beides ist in der Sektion „Sonstiges“ verankert.
- Tag 4–10: Der eigentliche Sinn der 10 Tage: Der Vorrat läuft weiter, während Nachbarn ohne Plan den ersten Supermarkt stürmen. Konserven-Rotation nach FIFO, Wasserration strikt halten.
- Kalt-Backup: Falls der Kocher ausfällt oder Gas leer wird: EPA-Notration und Knäckebrot als kalt verzehrbare Kalorien – deshalb steht die Notration auf der Liste.
Der Ablauf der ersten Stunden steht im Stromausfall-Guide, Wärmemanagement im Heizen-ohne-Strom-Ratgeber.
Wasser lagern: die drei legalen Fehler
- Sonnenlicht: PET-Flaschen werden bei Licht algig und nehmen Kunststoffgeschmack an. Immer dunkel lagern – Kellerregal statt Fensterbank-Lager.
- Frost: Gefrorene Flaschen platzen. Jeder Lagerraum unter 0 °C scheidet für Wasser aus (oder: Kanister nur zu 90 % füllen mit Ausdehnungsraum).
- Direkt auf Beton: Zieht Feuchtigkeit und Kälte – Kanister auf ein Brett oder eine Palette, das verlängert die Lebensdauer spürbar.
Mit dem richtigen Kanister ist Wasser die pflegeleichteste Position des ganzen Vorrats – einmal aufgestellt, jahrelang ruhig.
Häufige Fragen
Warum 10 Tage und nicht 7?
Das BBK erhöhte die Empfehlung auf 10 Tage, weil bei großen Blackouts oder Hochwasserlagen realistisch mit so langen Versorgungsengpässen zu rechnen ist. 7 Tage sind ein vollkommen würdiger Einstieg – erweitern geht später mit 2–3 Zusatzeinkäufen.
Gilt die Liste so auch für Kinder?
Kinder ab ~6 Jahren zählen mit etwa 75 % der Erwachsenen-Mengen; Kleinkinder brauchen zusätzlich Brei, Milchnahrung und vertraute Snacks. Der Vorratsrechner rechnet das automatisch.
Speichert diese Seite meine Häkchen online?
Nein. Die Checkliste nutzt ausschließlich den lokalen Speicher deines Browsers (localStorage). Es gibt keine Übertragung, kein Konto, kein Tracking – DSGVO-konform ohne Datenerhebung.
Wo lagere ich 30 Liter Wasser pro Person?
Kühl, dunkel, frostfrei: Kellerregal, Vorratsschrank, unterm Bett. Flaschen im Sparpack sind am billigsten, Kanister mit Hahn am komfortabelsten – Details im Kanister-Vergleich.
Fazit
Zwei bis drei Großeinkäufe – dann ist der offizielle 10-Tage-Vorrat komplett. Hake die Liste oben ab (dein Browser merkt sich den Stand), rechne Familien-Mengen mit dem Vorratsrechner und druck das PDF für Keller oder Vorratsschrank aus. Der Fahrplan von 7 auf 14 Tage steht im Notvorrats-Guide.